Rechtliches

Nutzungsbedingungen ConsentGate

Vertrag über die Nutzung der Shopify-App ConsentGate zwischen euch als Händlerin oder Händler und der Wiedenroth Technologies GmbH. Dieser Text ist zugleich der Merchant Agreement im Sinn der Shopify API License and Terms of Use.

Stand: 1. September 2026 · Version 2026-09-01b. Datenschutzerklärung: https://consentgate.de/datenschutz · Impressum: https://wiedenroth.tech/impressum

Anbieterin

Wiedenroth Technologies GmbH
Speicherstraße 9
31134 Hildesheim
Deutschland

E-Mail: info@wiedenroth-technologies.com
Telefon: +49 5121 9289929
Geschäftsführer: Jan Ole Wiedenroth
Handelsregister: Amtsgericht Hildesheim, HRB 208795
USt-IdNr.: DE361687340

Im Folgenden „wir“. Ihr als Inhaberin oder Inhaber des Shopify-Shops, in dem ConsentGate installiert wird, seid „Händler“.

Vertrag und Vorrang

Der Vertrag kommt zustande, wenn ihr ConsentGate in einem Shopify-Shop installiert und diese Bedingungen im Onboarding bestätigt — oder die App danach weiter nutzt, nachdem ihr zugestimmt habt.

Es gelten diese Bedingungen, unsere Datenschutzerklärung und — soweit wir Daten von Shop-Besucherinnen und -Besuchern für euch verarbeiten — die Pflichten eines Auftragsverarbeiters nach Art. 28 DSGVO. Entgegenstehende Einkaufsbedingungen gelten nicht.

Shopify ist nicht Vertragspartei. Die Nutzung der Shopify-Plattform richtet sich allein nach den Verträgen zwischen euch und Shopify.

Was ConsentGate leistet

ConsentGate ist ein technisches Hilfsmittel. Die App kann:

  • ein Cookie-Banner im Theme anzeigen,
  • erkannte oder von euch hinterlegte nicht notwendige Skripte bis zur Wahl der Besucherin oder des Besuchers zurückhalten,
  • die Wahl an die Shopify Customer Privacy API und — soweit eingerichtet — an den Google Consent Mode weitergeben,
  • Einwilligungen anonymisiert speichern, damit ihr einen Nachweis habt.

ConsentGate wird derzeit unentgeltlich überlassen. Solange kein bezahlter Plan gilt, schuldet ihr kein Entgelt — und wir schulden keinen bestimmten technischen oder rechtlichen Erfolg.

ConsentGate leistet insbesondere nicht:

  • Rechtsberatung oder eine Prüfung eures gesamten Shops,
  • die Garantie, dass jeder Tracker, jedes Pixel und jedes Theme-Skript gefunden oder gesteuert wird,
  • lückenloses Blocken, vor allem bei unbekannten, nur über Adresse oder Host erkannten oder von euch manuell hinzugefügten Skripten,
  • das Blocken von Code, der verzögert, verschleiert, in iframes, über einen Tag Manager, über andere Apps oder Shopify-Kanäle geladen wird,
  • die Garantie, dass euer Shop, eure Datenschutzerklärung oder eure Werbung den gesetzlichen Anforderungen genügt,
  • die Steuerung von Code, den ihr außerhalb der App einbaut, soweit wir ihn nicht anbinden können.

Keine Rechtsberatung, kein Erfolg „DSGVO-konform“

Texte, Scanner, Vorschläge und Vorlagen in der App sind Arbeitshilfen, keine Rechtsberatung. Wir schulden keinen bestimmten rechtlichen Erfolg — auch nicht „DSGVO-konform“, „TTDSG-/TDDDG-konform“ oder „abmahnfest“.

Verantwortliche Stelle gegenüber Shop-Besucherinnen und -Besuchern seid ihr. Ihr entscheidet, welche Dienste laufen, welche Kategorie sie haben, ob etwas ohne Einwilligung lädt, und was in eurer Datenschutzerklärung steht.

Eure Pflichten

  • Einrichtung prüfen: erkannte Dienste, Kategorien, Lade-Regeln, Banner-Texte und den Link zur Datenschutzerklärung.
  • Nach dem Speichern und nach Theme- oder App-Änderungen den Shop selbst testen: ablehnen, dann im Browser prüfen, ob noch Tracker feuern. Das gilt besonders für Einträge mit dem Hinweis „Unbekannt“.
  • Unbekannte oder selbst ergänzte Skripte nur aktiv lassen, wenn ihr das Restrisiko tragt, dass das Blocken fehlschlägt.
  • Dienste, die ConsentGate nicht steuert, selbst rechtlich bewerten (Theme, andere Apps, Shopify-Pixel, externe Tags).
  • Eine eigene, vollständige Datenschutzerklärung vorhalten. Vorlagen in der App ersetzen das nicht.
  • Das Shopify-eigene Cookie-Banner ausschalten, wenn ConsentGate das Banner im Shop übernimmt — sonst erscheinen zwei Banner.
  • Zugangsdaten und den Shopify-Admin nur durch berechtigte Personen nutzen.
  • Uns unverzüglich informieren, wenn die App erkennbar falsch arbeitet (z. B. Tracker lädt trotz Ablehnung).

Shopify (vorgeschriebene Hinweise)

Nach der Shopify API License and Terms of Use gilt zwischen uns und euch:

  • Allein die Wiedenroth Technologies GmbH ist für ConsentGate verantwortlich.
  • Shopify haftet nicht für Fehler der App und nicht für Schäden, die aus Installation oder Nutzung entstehen.
  • Shopify leistet keine Hilfe bei Installation oder Nutzung der App, außer Shopify sagt das ausdrücklich selbst.
  • Allein wir tragen die Verantwortung, die aus eurem Zugriff auf oder der Nutzung von ConsentGate entstehen kann — einschließlich Entwicklung, Bereitstellung, Support sowie Zugriff, Nutzung, Weitergabe und Speicherung von Händlerdaten durch uns.

Dieser Vertrag enthält keine Exklusivbindung über die Laufzeit hinaus, kein Verbot eigener oder fremder Wettbewerber-Produkte und keine Beschränkung, mit wem ihr Geschäfte macht.

Daten und Auftragsverarbeitung

Welche Daten wir verarbeiten, steht in der Datenschutzerklärung ConsentGate. Für Einwilligungsprotokolle der Shop-Besucher handelt ihr als Verantwortliche, wir als Auftragsverarbeiter.

Wir nutzen Händler- und Besucherdaten nur, um ConsentGate für euch zu betreiben, wie in der Datenschutzerklärung beschrieben. Nach Deinstallation löschen wir die Shop-Daten, sobald der Shopify-Webhook eintrifft, Backups wenige Tage später.

Verfügbarkeit

Wir bemühen uns um einen stabilen Betrieb. Eine ununterbrochene Verfügbarkeit schulden wir nicht. Wartung, Störungen bei Shopify, beim Hosting oder im Netz können die App oder das Banner unterbrechen. Bei einem längeren Ausfall informieren wir euch, soweit uns das zumutbar ist.

Haftung

Wir haften unbeschränkt für Vorsatz und grobe Fahrlässigkeit sowie für Schäden aus der Verletzung des Lebens, des Körpers oder der Gesundheit. Die Haftung nach dem Produkthaftungsgesetz, bei arglistig verschwiegenen Mängeln und eine zwingende Haftung nach der DSGVO bleiben unberührt.

Soweit ConsentGate unentgeltlich überlassen wird, haften wir darüber hinaus nicht. Einfache Fahrlässigkeit, entgangener Gewinn, mittelbare Schäden, Abmahnkosten, Bußgelder und Ansprüche Dritter wegen unvollständigen Blockens sind insoweit ausgeschlossen. Das entspricht den gesetzlichen Regeln für unentgeltliche Überlassung.

Sobald ein Entgelt anfällt, gilt zusätzlich: Bei einfacher Fahrlässigkeit haften wir nur, wenn eine Pflicht verletzt wird, deren Erfüllung die Durchführung des Vertrags überhaupt erst ermöglicht (Kardinalpflicht), und nur für den vertragstypischen, vorhersehbaren Schaden, höchstens in Höhe der in den letzten zwölf Monaten für ConsentGate gezahlten Entgelte. Eine Kardinalpflicht umfasst nicht das Auffinden aller Tracker und nicht das lückenlose Blocken — erst recht nicht bei unbekannten, manuell hinzugefügten oder nur über Adresse oder Host erkannten Skripten.

Die vorstehenden Grenzen gelten auch zugunsten unserer gesetzlichen Vertreter und Erfüllungsgehilfen.

Haftungsausschluss (Scan und Blocken)

Soweit Abschnitt „Haftung“ uns nicht zur Haftung verpflichtet, gilt:

  • Scan und Blocken sind Hilfsmittel nach bestem Bemühen, kein zugesicherter Erfolg.
  • Unbekannte Treffer und manuell ergänzte Skripte steuern wir nur über grobe Muster (z. B. Host oder Dateiname). Das kann fehlschlagen, ohne dass ein Mangel vorliegt.
  • Wir haften nicht dafür, dass euer Shop oder eure Dokumentation den Datenschutz- oder Telemedienvorschriften genügt.
  • Wir haften nicht für Dienste, die ConsentGate nicht steuert oder die ihr auf „sofort laden“ stellt.
  • Wir ersetzen nicht Abmahnungen, Bußgelder, gesperrte Werbekonten oder entgangenen Umsatz, die daraus folgen, dass ein Skript weiter läuft oder zu streng blockiert wird — außer uns trifft Vorsatz oder grobe Fahrlässigkeit.
  • Wir haften nicht für Entscheidungen von Google, Meta, Shopify oder anderen Drittanbietern und nicht für deren Ausfälle.
  • Wir haften nicht für Inhalte, die ihr im Banner oder in Vorlagen selbst ändert.

Freistellung

Ihr stellt uns von Ansprüchen Dritter (einschließlich Besucherinnen und Besuchern, Mitbewerbern und Behörden) frei, soweit sie auf eurer Einrichtung, euren Texten, euren eigenen oder unbekannten Skripten oder darauf beruhen, dass das Blocken eines solchen Skripts fehlschlägt — nicht aber, soweit uns Vorsatz oder grobe Fahrlässigkeit trifft.

Laufzeit und Ende

Der Vertrag läuft auf unbestimmte Zeit. Ihr könnt ihn jederzeit beenden, indem ihr die App im Shopify-Admin deinstalliert. Wir können den Vertrag mit angemessener Frist kündigen oder die App einstellen; bei einem öffentlichen Listing halten wir uns an die Shopify-Vorgaben zur Abkündigung.

Die Abschnitte zu Shopify, Haftung, Haftungsausschluss, Freistellung sowie Änderungen, Recht und Gericht bleiben nach dem Ende anwendbar, soweit Ansprüche aus der Nutzungszeit stammen.

Änderungen, Recht, Gericht

Ändern sich die Bedingungen wesentlich, weisen wir in der App darauf hin. Für die weitere Nutzung ist dann eine erneute Zustimmung nötig. Widersprecht ihr, endet der Vertrag mit der Deinstallation.

Es gilt das Recht der Bundesrepublik Deutschland unter Ausschluss des UN-Kaufrechts. Ist ihr Kaufmann, juristische Person des öffentlichen Rechts oder öffentlich-rechtliches Sondervermögen, ist Gerichtsstand Hildesheim. Zwingende gesetzliche Gerichtsstände bleiben unberührt.

Sollte eine Bestimmung unwirksam sein, bleibt der Rest gültig. Die unwirksame Bestimmung ist durch diejenige zu ersetzen, die dem wirtschaftlichen Zweck am nächsten kommt und gesetzlich zulässig ist.